Jetzt erst recht!

rufe ich meine Liebsten an, nur um den melodischen Klang ihrer Stimme zu hören
halte ich Gott meine Angst hin und klage zu ihm
teile ich das Leben, nicht den Tod
füttere ich meine Zuversicht und Liebe, nicht mein Misstrauen und meine Zweifel
achte ich auf die ganz kleinen schönen Dinge
mache ich das Leben für alle so hell wie nur möglich
genieße ich die Sonne im Gesicht und den Wind im Rücken
freue ich mich, dass es dich gibt
erzähle ich von der ganz großen Liebe
halte ich deine Angst aus, an der ich nichts ändern kann
tanze ich mir Mut zu (aber nur wenn keiner guckt)
heule ich vor Wut und schöpfe daraus Kraft zum Handeln
widerstehe ich den Nörgeleien und dem Gemecker
bete ich um Kraft und Liebe
Jetzt erst recht!
Denn jeder Tag ist einzigartige Lebenszeit, nichts davon bekomme ich zurück. Darum werde ich jetzt erst recht auf die schönen Dinge schauen. Der Schrecken wird mir schon nicht entgehen!
Text: Andrea Ludwig
Bild: canva.com
