Marienkapelle
Kein geringerer als der Großherzögliche Baudirektor Heinrich Hübsch (1795-1863), der bedeutende badische Baumeister der Romantik, wurde ausersehen, einen katholischen Kapellenbau für Badenweiler zu planen.
Wie ein frühmittelalterliches Baptisterium erhielt die Marienkapelle, als Achteckbau in gelb-rot wechselndem Hausteinmauerwerk, eine für Hübschs Kirchenbauten charakteristische Gestalt. Mit diesem oktogonalen Grundriß umschloß er die Gottesdienst feiernde Gemeinde in einem alles dominierenden Raum. Die 14 kolorierten Holzschnitte des Kreuzweges sind ein Werk der Bildhauerin, Graphikerin und Schriftstellerin Ruth Schaumann (1899-1975).
Wie ein frühmittelalterliches Baptisterium erhielt die Marienkapelle, als Achteckbau in gelb-rot wechselndem Hausteinmauerwerk, eine für Hübschs Kirchenbauten charakteristische Gestalt. Mit diesem oktogonalen Grundriß umschloß er die Gottesdienst feiernde Gemeinde in einem alles dominierenden Raum. Die 14 kolorierten Holzschnitte des Kreuzweges sind ein Werk der Bildhauerin, Graphikerin und Schriftstellerin Ruth Schaumann (1899-1975).
Die katholische Marienkapelle platzte in den 50-er Jahren des vorigen Jahrhunderts aus allen Nähten. Die Zahl der Kurgäste war rapide angestiegen, somit auch die Zahl der Gottesdienst-Besucher. Obwohl es drei Sonntagsgottesdienste gab, standen die Gläubigen im Hauptgottesdienst bis auf den Vorplatz. Eine Erweiterung der Kapelle kam nicht in Frage. So erwarb man am 12. Mai 1958 vom Land Baden-Württemberg ein Grundstück im nahe gelegenen Schlosspark. Die Planfertigung für die neue Kirche wurde nach einem Architektenwettbewerb Regierungsoberbaurat Erwin Heine, Freiburg, übertragen. Der erste Spatenstich der Kirche St. Peter erfolgte bereits am 3. August 1958, am 16. November 1958 die Grundsteinlegung. Erzbischof Hermann Schäufele weihte die Kirche am 27. März 1960.
Die Marienkapelle wird noch heute ab dem Frühjahr bis zum Herbst für Gottesdienste genutzt.
Aufbahrungsort Anton P. Tschechows
In der Marienkapelle wurde 1904 der russische Dichter Anton Tschechow nach seinem Tode am 15. Juli aufgebahrt, bevor er in seine russische Heimat überführt wurde.
Quelle: Kulturhistorischer Führer / Rudolf Gfell ISBN 3-932172-07-08
Quelle: Kulturhistorischer Führer / Rudolf Gfell ISBN 3-932172-07-08

