Die neben der Schlatter Kirche gelegene Quelle galt früher als heilkräftig; schon der heilige Fridolin soll dort gepredigt haben. Zur Pflege von Aussätzigen gründete der Ritterorden der Lazariter hier einen Konvent mit einer Kirche, die 1275 erstmals erwähnt wird. 1362 mussten die Lazariter ihren Besitz an die Malteser verkaufen, welche im 15./16. Jh. die heutige gotische Saalkirche erbauten, dabei aber das alte Turmuntergeschoss und die Chorbogenwand beibehielten. Der ganze Innenraum war mit Secco-Malerei ausgeschmückt, von der noch Reste erhalten sind. Heute dominiert die 1724-1764 angeschaff te Barockausstattung mit dem Hochaltar (Statuen des Apollinaris und Maurus von J. B. Selinger, großes
Altarbild des heiligen Sebastian) und den beiden Seitenaltären (links: Immaculata mit Dreifaltigkeit im Aufsatz, rechts: Apollinaris mit Fridolin-Aufsatz).
Patron der Kirche ist St. Sebastian, Schutzheiliger gegen Seuchen (Patrozinium am 20. Januar); als Nebenpatrone gelten Fridolin und der Quellenheilige Apollinaris, dem wohl die erste Schlatter Kirche geweiht war. Ein Kirchenführer ist am Schriftenstand erhältlich. Die Kirche ist zu den Gottesdiensten und am Samstag (9.00 bis 19.00 Uhr) geöffnet.