Vorwort zum Pfarrplatt Juni

29.05.2026 | von Pastoralreferentin Christina Betz

Liebe Gemeinde, 
ich persönlich mag diese Zeit um Pfingsten herum von Mitte bis Ende Mai, je nachdem wie der erste Frühlingsvollmond fällt. Der Frühling ist nun vollends da, wir merken es an der Natur um uns herum, den blühenden Bäumen, dem Zwitschern der Vögel und den wieder länger werdenden Tagen. 

Meine Schülerinnen und Schüler freuen sich auf diese Zeit besonders, da mit Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam Feiertage kommen, an denen sie mit ihren Eltern etwas unternehmen können.

Wenn ich sie frage, was wir an Pfingsten feiern, so kommt als erste Antwort: „den Geburtstag der Kirche“. Ich vermute, das lässt sich leichter in Worte fassen als das komplizierte Konstrukt von der Herabsendung des Heiligen Geistes. Doch auf die Nachfragen, was denn an Pfingsten geschehen ist, kommt auch der Hinweis auf den Heiligen Geist. Und ab da wird es kompliziert - denn was genau ist der Heilige Geist? Gott als Vater oder Jesus Christus als Sohn, damit können meine Religionsschülerinnen und -schüler noch was anfangen, aber den Heiligen Geist beschreiben wird da schon schwieriger. 

Wenn wir ins Neue Testament schauen, begegnen uns als Bilder für den Heiligen Geist mal eine Taube, die vom Himmel herabschwebt, oder Feuerzungen, die auf die Menschen niedergehen. Doch auch wenn wir nun Bilder haben, erklären diese noch nicht, was der Heilige Geist ist. Im Johannesevangelium beschreibt Jesus diesen Geist als einen Beistand, der für uns da ist und uns auf unserem Lebensweg begleiten soll. Heidrun Bauer malt ihr Bild vom Heiligen Geist mit roten, gelben und orangenen Farben, die von Leidenschaft, Liebe, Bewegung zeugen.
Für mich ist dieser Heilige Geist die göttliche Kraft, die in mir wirkt, mich motiviert, mir meine Charismen schenkt, mich in schönen und schwierigen Situationen meines Lebens begleitet. Und wer ist der Heilige Geist für Sie? Wie bereichert die göttliche Geistkraft Ihr Leben? Wie geben Sie Zeugnis von diesem Heiligen Geist in ihrem Alltag?
Ich wünsche Ihnen für die kommende Zeit geisterfüllte Tage, die Sie die Nähe und das Wirken des Heiligen Geistes in Ihrem Leben spüren und erfahren lassen.
 
Ihre Christina Betz, Pastoralreferentin