Kirchenchor Grißheim
16.04.2026 |
und Eckhard Lais
Die Verteidigungsrede aus der Feder des Altphilologen Walter Jens regte viele Zuschauerinnen und Zuschauer dazu an, ihre bisherige Sicht auf Judas noch einmal zu überdenken. Für einige war es sicherlich anspruchsvolle Kost, für andere ein intensives Eintauchen in ungeahnte seelische Tiefen.
Die Schlussszene wurde schließlich durch ein lebensbejahendes und schwungvolles Lied des Kirchenchores aufgehellt.
Insgesamt war es eine außergewöhnlich intensive Auseinandersetzung mit der Leidensgeschichte Jesu – passend zur Osterzeit – und für alle Mitwirkenden ein ganz besonderes Erlebnis. Das Ensemble dankt allen Zuschauerinnen und Zuschauern herzlichen für ihr Kommen, sowie für die großzügigen Spenden zugunsten des Fördervereins St. Michael.
Eine Rückschau auf die Liturgische Feier zu Judas
Wer sich am Palmsonntag in der Kirche St. Michaelin Grißheim bzw. am darauffolgenden Mittwoch in der Kirche St. Cyriak in Sulzburg gemeinsam mit Eckhard Lais und dem Kirchenchor Grißheim auf den Weg machte, um Judas´ Verteidigungsrede zu hören, tauchte in eine neue Perspektive der Wahrnehmung dieses Mannes ein.
Nach den Begrüßungsworten von Renate Martin führte Cornelia Reisch in den feierlichen Rahmen der liturgischen Feier ein. Mit einem verheißungsvollen Lied eröffnete der Kirchenchor die Handlung und zog die erwartungsvollen Zuschauerinnen und Zuschauer unmittelbar in seinen Bann.
In beeindruckender Weise und mit großer Empathie verkörperte Eckhard Lais von der Gruppe rheinKultur den Judas Ischariot, der gemeinhin als der Verräter Jesu schlechthin gilt. Die Spannung im Raum war greifbar – man hätte sprichwörtlich eine Stecknadel fallen hören können –, so sehr fesselten die logisch aufgebauten Argumente, mit denen Judas sein Handeln zu rechtfertigen suchte: Dienst, Pflicht und Gehorsam gegenüber Gott.
Ebenso eindringlich und glaubwürdig waren jedoch auch seine Zweifel an der Richtigkeit seines Handelns sowie die Reflexion über dessen mögliche Folgen, die sich in der Geschichte etwa in Kreuzzügen, Inquisition und Judenverfolgung widerspiegeln.
Durchzogen wurde die Darbietung von stimmungsvollen Liedern, die von Carina Kiefer, der Dirigentin des Kirchenchores St. Michael, passend ausgewählt und in den Text eingefügt wurden. Diese verbanden sich auf eindrucksvolle Weise mit der gesprochenen Rede. So entstand ein dichtes Zusammenspiel aus Wort und Musik. Subtil und souverän begleitet wurde der Chor dabei von Christoph Mutterer am E-Piano.
Nach den Begrüßungsworten von Renate Martin führte Cornelia Reisch in den feierlichen Rahmen der liturgischen Feier ein. Mit einem verheißungsvollen Lied eröffnete der Kirchenchor die Handlung und zog die erwartungsvollen Zuschauerinnen und Zuschauer unmittelbar in seinen Bann.
In beeindruckender Weise und mit großer Empathie verkörperte Eckhard Lais von der Gruppe rheinKultur den Judas Ischariot, der gemeinhin als der Verräter Jesu schlechthin gilt. Die Spannung im Raum war greifbar – man hätte sprichwörtlich eine Stecknadel fallen hören können –, so sehr fesselten die logisch aufgebauten Argumente, mit denen Judas sein Handeln zu rechtfertigen suchte: Dienst, Pflicht und Gehorsam gegenüber Gott.
Ebenso eindringlich und glaubwürdig waren jedoch auch seine Zweifel an der Richtigkeit seines Handelns sowie die Reflexion über dessen mögliche Folgen, die sich in der Geschichte etwa in Kreuzzügen, Inquisition und Judenverfolgung widerspiegeln.
Durchzogen wurde die Darbietung von stimmungsvollen Liedern, die von Carina Kiefer, der Dirigentin des Kirchenchores St. Michael, passend ausgewählt und in den Text eingefügt wurden. Diese verbanden sich auf eindrucksvolle Weise mit der gesprochenen Rede. So entstand ein dichtes Zusammenspiel aus Wort und Musik. Subtil und souverän begleitet wurde der Chor dabei von Christoph Mutterer am E-Piano.
Die Verteidigungsrede aus der Feder des Altphilologen Walter Jens regte viele Zuschauerinnen und Zuschauer dazu an, ihre bisherige Sicht auf Judas noch einmal zu überdenken. Für einige war es sicherlich anspruchsvolle Kost, für andere ein intensives Eintauchen in ungeahnte seelische Tiefen.
Die Schlussszene wurde schließlich durch ein lebensbejahendes und schwungvolles Lied des Kirchenchores aufgehellt.
Insgesamt war es eine außergewöhnlich intensive Auseinandersetzung mit der Leidensgeschichte Jesu – passend zur Osterzeit – und für alle Mitwirkenden ein ganz besonderes Erlebnis. Das Ensemble dankt allen Zuschauerinnen und Zuschauern herzlichen für ihr Kommen, sowie für die großzügigen Spenden zugunsten des Fördervereins St. Michael.
Eckhard Lais von der Gruppe rheinKultur leiht Judas seine Stimme, während der Grißheimer Kirchenchor unter der Leitung von Carina Kiefer für die musikalische Gestaltung sorgt.
Wenn Sie den Erhalt der Kirche St. Michael unterstützen wollen, dann können Sie Mitglied im Förderverein werden. Hier das Beitrittsfomular:





