Alban-Kapelle Oberschaffhausen

 
Die St. Alban (von Mainz) Kapelle wurde als Versprechen zur Verschonung vor der Pest für eine sogenannte Frühmess-Pfründe errichtet. Auf einer Grabplatte vor der Kapelle stand geschrieben: „Was für eine Plag, 99 in einem Grab“. Die Kapelle wurde kurz nach der Einweihung 1482 innen vollständig ausgemalt.

Als der Zeitgeist im Barock sich änderte, übertünchte man die Malereien. 
Erst in den 1960-er Jahren wurden bei einer Grundsanierung die Malereien wieder freigelegt.

Eigentlich sollte die Kapelle schon abgerissen werden, doch die Oberschaffhausener Bevölkerung wollte unbedingt ihr “Kirchle“ erhalten und fanden im dort tätigen Pfarrer, Leonhard Kempf einen starken Befürworter. Bis heute besteht die Leonhard-Kempf Stiftung, die sich u.a. für den Erhalt der Kapelle einsetzt.

Das vor der Kapelle gebaute „Armenhaus“ (völlig baufällig) wurde abgerissen und die politische Gemeinde errichtete Anfang der 2000-er Jahre einen würdigen Treppenaufgang zur Kapelle.

Eine Besonderheit gibt es noch, neben den Fresken im Innenraum, außen an der Kapelle, die Glocke. Sie ist eine Dauerleihgabe der ev. Kirche. Als diese im 19. Jahrhundert einen Glockenturm erhielt, überließ man die bisherige Glocke der kath. Kirche für die Alban-Kapelle.